Urban systems:
Otumara, Lagos

Summer Semester 20
Urban design studio
12,5 ECTS + 5 ECTS (optional)

Prof. Fabienne Hoelzel, Prof. Matthias Rudolph, academic associate Ute Vees, lecturer Daniel Kötter

Tuesday and Wednesday, 9 AM to 6 PM

English

Introduction: Wed, April 8, 11 AM (via Zoom)
1st crit: Mon, April 27, 10 AM (possibly via Zoom)
2nd crit: Wed, May 20, 10 AM (possibly via Zoom)
3rd crit: Tue, June 09, 10 AM
Finals: Wed, July 8, 10 AM
Final project upload digital data: Wed, July 29, 6 PM
Integrated (voluntary) DAAD fall school in Lagos: beginning of October, 2020 (travel grants available)

Ute Vees, ute.vees@abk-stuttgart.de

Lagos is among the three biggest cities in Africa and among the twenty largest metropolitan regions in the world. Compared to the latter, Lagos has also one of the smallest infrastructures in the world. This is complicated by the fact that even the small and existing infrastructure is far from being fully operational. Since many decades, the state government struggles to provide the necessary basic urban services and systems to the people such as water supply, energy supply, mobility supply, waste management or housing. As a result, the people themselves do and have to jump in to fill the gap. Against this backdrop, Lagos and the centrally located community Otumara in the Ebute Metta neighborhood will serve during the summer semester 2020 as a laboratory to investigate and develop future-proof and robust urban systems.

Otumara’s residents, led by two traditional leaders (baales) and organized in various grassroots residents’ organizations such as the Nigerian Informal Settlement/ Slum Federation live basically without any significant government support – partly because the government is not willing or capable, partly because the people decided so. In the first quarter of the semester, the students will investigate the inherent logic of urban systems like water, housing, and waste, among other. As “Urban systems: Otumara, Lagos” is a collaboration with the Department of Architecture of the University of Lagos (Unilag), three architecture students from Lagos will fully participate in the class as program students. Prior to the start of the semester and during the first weeks of semester, the students from Unilag have been and will be engaging in field research in Lagos, including video footage. The material and knowledge will be made available for all the participants of the urban design studio.

A series of first and rough mini-scenarios will build the foundation for the actual and complex urban design project, produced by all the students in a joint and collaborative approach during the workshop week from April 20. The aim is to come up with an urban design project for Otumara and its residents that applies and encourages effective strategies and implementations; actors-based and truly future-oriented, considering the existing pre-conditions and tapping into these existing potentials.

The semester will conclude in the conception of a joint urban design project, bringing together all the different phases of the urban design studios, including the video sequences produced in Lagos. The medium of film and video will play an important role throughout the entire semester. Another special focus will lie on the convincing graphical representation of complex urban design proposals.

The results of the urban design studio “Urban systems: Otumara, Lagos” as the basis for the DAAD funded fall school “Learning in Africa. Urban design, planning, and governance beyond top-down and bottom-up” (beginning of October 2020). The production and edition of a series of short video movies that will be the primary mean of the related urban research. A series of travel subsidies is available for the field research in Lagos. Obtaining a visa at the Nigerian consulate in Frankfurt, including a mandatory interview appointment as well as a yellow fever vaccination are required to enter Nigeria.

(Image credits: Fabienne Hoelzel)

Soil your hands

Summer Semester 20
Seminar Landschaftsarchitektur
5 ECTS

LBA Dirk Meiser

Leistungen: planen - bauen – kommunizieren

• Eine Kickstarter-Projektbeschreibung erstellen online stellen: 6 Stunden (2 Termine)
Impuls-Vortrag, Brainstorming, Ausarbeitung - Pflegetrupp

• Stegreif: Freiküche mit Bewirtung: 6 Stunden (2 Termine)
Entwurf, Kostenrahmen, Vorstellung, Jury – Ingenieure

• Baukasten: Gemüsebeet bauen: 12 Stunden (4 Termine)
Materialliste, Werkzeuge besorgen, bauen, Pflanzen – Bautrupp

• Kurz-Referate: 3 Stunden (1 Termin)
Beispiele für Bottom-up Initiativen in Freiräumen, die zur Stadtentwicklung beigetragen haben
Schreiben, Präsentieren, Diskutieren - Besserwisser

• Abschluss: Food-opening: 3 Stunden (1 Termin)
Ernten, zubereiten, kosten, verkosten – Küchendilettanten + Gäste

Ute Vees (ute.vees@abk-stuttgart.de)

Am Anfang steht die Frage: Wie entsteht Freiraum? Oder: Wie wird aus Stadtraum Freiraum?

Der städtische Freiraum kann mehr als Park, Grünanlage, Platz und Garten. Er definiert sich nicht durch seine physischen Grenzen. Er entsteht als Produkt sozialer Relationen. Er kann als Grundlage für neue Impulse in der Stadtentwicklung dienen - und zwar von unten- ohne langwierige Planungs- und Genehmigungsprozesse, ohne dass gleich feste Strukturen errichtet werden, als Interimslösung oder als Keimzelle, als Kickstart für eine dynamische Entwicklung.

Es sind oft Projekte, die von Privatpersonen, Vereinen oder Initiativen ins Leben gerufen werden
- auf Brachen, in und auf Gebäuden oder auf Flächen, deren Entwicklung durch diverse Restriktionen blockiert ist.
- die sich durch Spenden, Crowdfunding, Freiwilligenarbeit etc. unabhängig von öffentlichen Geldern finanzieren.

Einfachste Mittel, etwas Know-how und Freunde im Geiste: Die Zutaten für ein solches Projekt sind überschaubar. Der Effekt kann aber weit über das ursprüngliche Ziel hinausgehen. Beispiele für erfolgreiche Initiativen von unten gibt es zur Genüge. Wir werden die Projekte innerhalb des Seminars Landschaftsarchitektur beleuchten, analysieren und schließlich versuchen -abhängig von der derzeitigen Entwicklung - ein solches Projekt innerhalb kurzer Zeit zu initiieren.

Die Idee: Ein Pop-up-Freiraum – eine temporäre Freiküche nebst Gemüsebeet bauen und die selbst angebauten Gemüse und Kräuter kosten und verköstigen.

Ideal wären 10 engagierte Seminarteilnehmer, die nichts dagegen haben, sich die Hände schmutzig zu machen!

Grundlagen des
strategischen
Städtebaus

Summer Semester 20
BA-Pflichtmodul 10 "Städtebau I"
6 ECTS

Vorlesung: Prof.in Fabienne Hoelzel
Seminar: AMin Ute Vees

Einführung: 15 Min. Vorstellung Lehrstuhl, Vorstellung aktuelle Lehrangebote, Vorstellung Struktur, Inhalte und Lernziele der Vorlesungsreihe
45 Min. Prozesse I: Urbanisierung und urbane Raumproduktion heute (Teil 1) –
Allgemeine Überlegungen zur Stadt von heute

30 Min. Prozesse II: Urbanisierung und urbane Raumproduktion heute (Teil 2) – Europa
30 Min. Prozesse III: Urbanisierung und urbane Raumproduktion heute (Teil 3) – Westafrika, Ostafrika, Südamerika
15 Min. Diskussion

30 Min. Prozesse IV: Strategischer Städtebau
30 Min. Prozesse V: Strategisches Entwerfen
15 Min. Diskussion

60 Min. Methoden I: Szenariotechnik
15 Min. Diskussion

30 Min. Methoden II: Stadtanalyse I
30 Min. Methoden III: Stadtanalyse II
15 Min. Diskussion

30 Min. Grundbegriffe I: Morphologie und Stadtgrundriss
30 Min. Grundbegriffe II: Öffentlicher Raum
15 Min. Diskussion

Gastvorlesung, LBA Dirk Meiser (ABK Stuttgart) und Partner Lohrberg Stadtlandschaftsarchitektur:
60 Min. Grundbegriffe III: Landschaft
15 Min. Diskussion

60 Min. Grundbegriffe IV: Infrastruktur
15 Min. Diskussion

45 Min. Grundbegriffe V: "Top-Down vs Bottom-Up?" – Akteure, Netzwerke und Governance
15 Min. Zusammenfassung
15-30 Min. Abschlussdiskussion

Die Lehrveranstaltung "Städtebau I" ist aufgeteilt in die Vorlesungsreihe „Grundlagen des strategischen Städtebaus: Prozesse, Methoden und Grundbegriffe“ und das integrierte Seminar. Vorlesung und Seminar finden dienstags von 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr statt. Für die Lehrveranstaltung gibt es 6 ECTS. Die dafür zu leistenden 150-180 Stunden an Arbeitsaufwand ergeben sich zum einen aus der Anwesenheit in den Vorlesungen sowie dem integrierten Seminar (etwa 66 Stunden) und zum anderen aus Eigenleistungen (etwa 84-114 Stunden). Die Anwesenheit in den Vorlesungen wird überprüft und Ende Semester (28. Juli 2020) findet eine Prüfung statt. Prüfungsstoff sind die Inhalte der Vorlesungsreihe sowie die Anwendung der im Seminar vermittelten Kenntnisse. Abwesenheiten infolge von Krankheit o.ä. müssen entsprechend gemeldet werden. Die Vorlesung findet jeweils von 13 Uhr bis 14:15 Uhr im Hörsaal 301 statt, das integrierte Seminar findet im Anschluss ab 14:30 Uhr im Seminarraum 208 statt.

Die Vorlesungsreihe „Grundlagen des strategischen Städtebaus: Prozesse, Methoden und Grundbegriffe“, gehalten von Prof.in Fabienne Hoelzel, vermittelt grundlegende Kenntnisse im Städtebau. Zentrale Fragestellungen und Themenschwerpunkte der zeitgenössischen Städtebaupraxis und -theorie werden aufgezeigt. Ziel ist die Vermittlung eines breit angelegten, fachbezogenen Grundwissens, das den Studierenden das Verständnis komplexer städtebaulicher Problemstellungen ermöglicht. Aus unterschiedlichen Perspektiven werden Strategien, Prozesse und Mittel des Fachgebiets Städtebau aufgezeigt, die Stadt nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten. Die Handhabung der Komplexität der zeitgenössischen urbanen Entwicklung im Entwurfs- und Planungsalltag stehen dabei im Vordergrund, innerhalb und außerhalb Europas. Kooperationen und Akteursnetzwerke erhalten ein besonderes Gewicht.

Im integrierten Seminar, unterrichtet von AMin Ute Vees, werden mittels Lektüre, Reflexion und Diskussion von Texten zum Städtebau theoretische Grundlagen gelegt. Parallel werden ausgewählte städtebauliche Situationen analysiert und aufgearbeitet, um anhand dieser Zukunftsszenarien für eine lebenswerte Stadt zu entwerfen.